CBD Tropfen gegen Regelschmerzen?

Alle Jahre wieder – schön wär’s. Stattdessen bekommt Frau ihre Periode monatlich und das leider häufig mitsamt einer Palette an unangenehmen Begleiterscheinungen wie Unterleibsschmerzen und Krämpfen, Übelkeit, Kopfschmerzen und allem, was das Herz auch sonst nicht begehrt.

Anstatt regelmäßig zu Schmerzmitteln zu greifen oder das ganze ohne Hilfsmittel zu überstehen, könnte und sollte man natürliche Alternativen überdenken, denn hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan.

Als natürlicher Viel-Könner hat CBD derzeit definitiv die Krone auf. Neuesten Ergebnissen zufolge scheinen Cannabinoide bei einer Vielzahl von Beschwerden oder Erkrankungen Abhilfe oder zumindest eine wertvolle Unterstützung leisten zu können.

Ein Teil dieser Vielzahl sind Menstruationsbeschwerden.

menstruations zyklus

Wie und warum Menstruationsbeschwerden überhaupt entstehen?

Beginnend mit der Pubertät und andauernd bis zu den Wechseljahren bereitet sich die Schleimhaut der Gebärmutter jeden Monat auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Findet diese Befruchtung nicht statt, wird die Schleimhaut abgestoßen und es kommt zur Monatsblutung — der Menstruation.

In den Wochen vor der Menstruation, genauer gesagt bis zum 13. Tag des Zyklus, steigt der Östrogenspiegel im weiblichen Körper an, die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf und die Eizelle reift. Anschließend sinkt der Östrogenspiegel drastisch ab und es kommt zum Eisprung. Dabei bleibt im Eierstock der Gelbkörper zurück, der für die Produktion des Hormons Progesteron zuständig ist. Bleibt die Befruchtung der gereiften Eizelle jedoch aus, bildet sich der Gelbkörper zurück, wodurch der Progesteronspiegel sinkt und die Schleimhaut abgestoßen wird. An dieser Stelle beginnt die Menstruation. Um die Aktivität der Gebärmutter-Muskulatur zum Abstoßen der Schleimhaut zu unterstützen, werden in der Gebärmutter-Schleimhaut verstärkt die Botenstoffe Prostaglandine gebildet. Und hier beginnt für viele der Schmerz.

So wird klar, dass die Prostaglandine zu den Hormonen gehören, die den Menstruationszyklus steuern. Leider sind aber auch sie es, die als häufigste Ursache für Menstruationsbeschwerden gelten.

Einerseits sind Prostaglandine für den Menstruationszyklus relevant und darüber hinaus auch für die Beweglichkeit von Spermien von großer Bedeutung. Andererseits spielen sie eine entscheidende Rolle beim Auslösen und Empfinden von Schmerzen. Werden nun zu viele dieser Botenstoffe freigesetzt, können sie zum Teil krampfartige Unterleibsschmerzen hervorrufen. Über die Blutbahn gelangen die Botenstoffe auch zu anderen Organen und können dort verschiedene Begleitsymptome wie z.B. Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen bewirken. Auch bei entzündlichen Prozessen sowie für die Entstehung von Fieber können sie verantwortlich sein.

CBD zur Linderung von Schmerzen, Entzündungen und weiterer Menstruationsbeschwerden

Entzündungen sind einer der Hauptgründe für die Schmerzen und weitere Beschwerden, die viele Frauen zu Beginn ihrer Periode heimsuchen. CBD kann hier ein vielversprechendes Hilfsmittel darstellen, da es laut einer Reihe von Studienergebnissen einen positiven Effekt auf die Reduzierung systemischer Entzündungen hat.

Darüber hinaus kann CBD-Öl kann sogar dazu beitragen, weitere prämenstruelle Beschwerden, wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Angstzustände zu reduzieren. Dies belegen Versuchsreihen, in denen eine beruhigende, erholsame und angstlösende Wirkungen von CBD auf verschiedene Rezeptoren im Gehirn festgestellt werden konnte.

Regelschmerzen Medikament

CBD vs. Synthetische Medikamente

Viele Frauen greifen zur Schmerzlinderung auf rezeptfreie NSAIDs (nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente) wie Ibuprofen zurück, welche unter anderem der Linderung von Entzündungen dienen. Diese Medikamente sind jedoch synthetisch und der menschliche Körper verfügt über kein entsprechendes Regulierungssystem, um sie zu verarbeiten. Dies kann letztendlich verschiedene Arten von Nebenwirkungen herbeiführen.

NSAIDs hemmen das Enzym, das für die Produktion von Prostaglandinen (COX-2) verantwortlich ist. Dies bedeutet, dass NSAIDs möglicherweise alle durch Prostaglandine verstärkten Symptome wie Entzündungen, Kontraktionen und Schmerzen verringern können. Allerdings hemmen sie ein weiteres Enzym, COX-1, wodurch wiederum Entzündungen des Magen-Darm-Traktes als Nebenwirkung auftreten können. Aus diesem Grund sollten NSAIDs mit Bedacht eingenommen werden und von Menschen mit regelmäßigen oder chronischen Verdauungsproblemen möglicherweise gänzlich vermieden werden.

Untersuchungen zeigen, dass CBD ähnlich wie NSAIDs auch das Prostaglandin produzierende Enzym hemmt.
CBD geht im Gegensatz zu NSAIDs verstärkt auf die COX-2-Enzyme, was bedeutet dass die entzündungshemmende Wirkung ohne die gastrointestinale Nebenwirkungen gegeben ist. Die Wirkung von CBD reduziert sich allerdings nicht nur auf die Hemmung des COX-2-Enzyms, sondern CBD und THC drosseln gar die Produktion dieses Enzyms und verringern somit überhaupt die Entstehung von COX-2. Viele Gesundheitsexperten raten daher dazu, mit der Medikation bereits vor Einsetzten der Symptome zu beginnen – unabhängig davon, ob es sich um Schmerzmittel bzw. Entzündungshemmer oder CBD handelt. Denn, wenn es weniger Prostaglandine im Körper gibt, die Entzündungen hervorrufen, könnte es einfacher sein, den Schmerz im späteren Verlauf zu regulieren.

Wie wirkt CBD im Körper?

Cannabinoide, die in der Cannabis Pflanze vorkommen, könnten die Heilung einer Vielzahl von Erkrankungen fördern, darunter Angstzustände, Entzündungen, Übelkeit, Schmerzen und andere. Cannabinoidrezeptoren finden sich im gesamten Körper, einschließlich der Gebärmutter. Die Cannabinoide der CBD Produkte treten mit den verschiedenen Rezeptoren im körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS) in Wechselwirkung und führen dementsprechend verschiedene Reaktionen herbei bzw. regulieren diese. Somit können sie auch zur Verminderung von Schmerzen und Entzündungen beitragen. CDB ist des weiteren bekannt für seine muskelentspannende Wirkung, die ebenfalls zur Linderung der Menstruationssymptome beitragen kann.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Wenn einen die Menstruation mal wieder aus der Bahn wirft, ist man dankbar über Mittel, die Abhilfe verschaffen können. Wenn es hier eine natürliche Option gibt, ist das umso besser und zweifelsohne einen Versuch wert. Die Verwendung von CBD-Öl zu Beginn oder bereits vor Beginn der Periode kann zu einer Linderung vieler PMS-Symptome führen.

So frustrierend PMS-Symptome allerdings auch sein mögen, sie sind auch Signale unseres Körpers, die uns Informationen über unseren Hormonhaushalt geben und es ist ratsam, zu lernen, sie zu verstehen. PMS-Symptome wie Stimmungsschwankungen, Krämpfe oder Nachtschweiß können tatsächlich ein Zeichen dafür sein, dass die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind. Wenn man ohnehin auf der Suche nach natürlichen Wirkstoffen ist, sollte man auch andere natürliche Faktoren nicht außer Acht lassen. Zu viel Stress, zu wenig Schlaf, schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung und frische Luft – all diese Faktoren können sich auf unseren Hormonhaushalt und unseren Gefühlszustand oder unsere Gesundheit auswirken und sich während der prämenstruellen Phase ebenso bemerkbar machen.

Quellen:
www.spektrum.de/lexikon/biologie/prostaglandine/54072
www.liebertpub.com/doi/full/10.1089/jwh.2015.5529
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2664885/
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4604171/
www.getgramnow.com/combating-menstrual-pain-with-cannabis/