CBD

Cannabidiol zur Symptomlinderung bei Depressionen und Angstzuständen

Cannabidiol oder CBD ist eine in der Natur vorkommende Verbindung, die in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen hat, unter anderem dank vermehrter Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet, insbesondere im Hinblick auf die potenziellen gesundheitlichen Vorteile von CBD, zu denen auch die Behandlung von Depressionen gehören kann. Die ersten einschlägigen Ergebnisse einiger Studien zu der Thematik „CBD und Depressionen“ scheinen vielversprechend.

Was ist CBD

CBD (Cannabidiol) ist eine von mehr als 100 natürlichen Verbindungen, welche der Gruppe der Cannabinoide angehört. Diese kommen naturgegeben in der Cannabispflanze vor. Obwohl CBD (Cannabidiol) viele Ähnlichkeiten zu der der Verbindung THC (Tetrahydrocannabinol) aufweist, ist die Wirkung beider Verbindungen im Körper sehr unterschiedlich. THC ist ein Auslöser für Hochgefühle und Euphorie, wie sie eine Person häufig beim Konsum von Cannabis erfährt. CBD hingegen löst diese Emotionen nicht aus. Es kann stattdessen eine Vielzahl anderer Effekte haben. Jene, die bei der Linderung von Depressionen hilfreich sein können, sollen in diesem Artikel genauer betrachtet werden.

CBD bei Depressionen 

Depressionen und Angststörungen sind häufig auftretende psychische Erkrankungen, die sich nachhaltig auf die Gesundheit, das soziale Leben, die Arbeitsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden eines Menschen auswirken können. Ärzte können auf eine Bandbreite von Medikamenten zurückgreifen, um einer Person bei der Behandlung von Depressionen zu helfen. Viele dieser Arzneimittel bringen allerdings oft unangenehme Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Unruhe, Schlaflosigkeit und sexuelle Dysfunktion mit sich.

Beim Einsatz von CBD zur Behandlung dieser Symptome hingegen konnten bisher keine vergleichbaren Nebeneffekte nachgewiesen werden. Zudem scheint es einen weiteren Vorteil mit sich zu bringen. Eine Studie aus dem Axel Springer Journal im Bereich der molekularen Neurobiologie ergab, dass CBD eine schnelle und langanhaltende depressionslindernde Wirkung hat, wogegen die meisten medizinischen Antidepressiva teils Wochen brauchen, bis sie anschlagen.

CBD & Antidepressiva – Der Prozess im Körper

Forschungsergebnisse zur angstlösenden und Antidepressivum ähnlichen Wirkung von CBD könnten die Erklärung dafür liefern, warum CBD bei der Behandlung von Depressionen nützlich sein könnte. Laut der Forschungsteams weist CBD in den meisten Studien zu diesem Thema eine positive Wechselwirkung mit Serotoninrezeptoren im Gehirn auf. Serotonin wiederum beeinflusst eine Reihe von Funktionen im Körper, einschließlich des emotionalen Zustands einer Person und des Gefühls des Wohlbefindens oder des Glücks. Ein ausgeglichener Serotoninspiegels wird als Schlüssel für Menschen mit Depressionen und Angstzuständen vermutet. In einigen Studien zu diesem Phänomen wurde verringerte Konzentrationen des Neurotransmitters bei depressiven Patienten nachgewiesen. Dementsprechend ist eine mögliche Therapie für diese Erkrankung die Einnahme von Medikamenten, die in den Serotonin-Stoffwechsel eingreifen. Auch Angststörungen, die mit einem Serotoninmangel einhergehen, werden erfolgreich mit solchen Medikamenten behandelt.

Weitere Forschungsergebnisse

Resultate aus klinischen Studien an Tieren haben einige Hinweise auf die vielversprechende Verwendung von CBD zur Behandlung von Depressionen geliefert.

Laut den Autoren der Studie zur Untersuchung chemischer Verbindungen in der Hanfpflanze Cannabis Sativa deuten Ergebnisse aus einer Reihe von Studien darauf hin, dass CBD in Forschungen an Tieren für Depressionen als Antidepressivum und Mittel gegen Angstzustände zu wirken scheint.

Eine andere Untersuchung zum therapeutischen Potenzial von Cannabidiol hebt des weiteren hervor, dass viele Studien die Anti-Stress- und Antidepressivum-Aktivität von CBD in Tiermodellen gezeigt haben. Auch in dieser Untersuchung zeigt sich nach nach kurz- oder langfristiger Anwendung eine deutliche Anti-Stress-Wirkung. In einzelnen Tests war darüber hinaus eine antidepressive Wirkung zu verzeichnen. Die Autoren fanden des weiteren heraus, dass die Verbindung ohne direkte Aktivierung der Cannabinoid Rezeptoren des Gehirns wirkte, was darauf hindeuten könnte, dass das Risiko, dass CBD zur Gewohnheit wird oder süchtig macht, geringer ist.

Die meisten Forscher, die Tierstudien zur CBD-Wirkung bei Depressionen durchführen, fordern eine umgehende Forschung am Menschen, die derzeit noch nicht gegeben ist. Allerdings sind ihre bisherigen Ergebnisse ein wesentlicher Schritt auf diesem Forschungsgebiet und womöglich ein Indikator hinsichtlich der Wirkung von CBD auf den menschlichen Körper.

CBD gegen Angststörungen

CBD bei Angstzuständen

Depressionen und Angstzustände treten häufig im Zusammenhang auf, wodurch Menschen mit einer dieser Erkrankungen oft auch anfälliger für die andere sind. CBD scheint in  beiden Fällen zu helfen.

In einer Forschungsarbeit zur angstlösenden Wirkung von CBD zeigten Menschen, die 600 Milligramm (mg) CBD einnahmen, signifikant weniger soziale Angst als Menschen, die ein Placebo einnahmen. Eine andere Studie zur Untersuchung dieser Zusammenhänge, verwendete eine geringere Dosis von lediglich 300 mg, und auch hier zeigte sich bereits ein verringertes Angstniveau.

Angstzustände können, ähnlich wie depressive Verstimmungen, in Zusammenhang mit einem niedrigen Serotoninspiegel stehen, sodass die Wirkung von CBD auf Serotoninrezeptoren auch hier als Erklärung der Ergebnisse fungieren könnte.

Was ist bei der Verwendung von CBD in Hanf Präparaten zu beachten?

CBD bietet zwar einige Vorteile gegenüber Antidepressiva, ist jedoch kein Ersatz für diese. Hören Sie niemals auf, verschriebene Medikamente, insbesondere Antidepressiva, einzunehmen, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen. Das plötzliche Absetzen von Medikamenten, die Ihnen verschrieben wurden, kann schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Wenn Sie die Einnahme von Medikamenten beenden möchten, arbeiten Sie mit Ihrem Arzt zusammen, um einen Plan zur schrittweisen Reduzierung Ihrer Dosierung zu erstellen. CBD ist darüber hinaus nicht zwangsläufig für jedermann geeignet, daher empfiehlt es sich auch diese Komponente mit einem Arzt im Vorweg abzuklären.

Verursachen CBD haltige Hanf Produkte Nebenwirkungen?

Bisher konnten im Zusammenhang mit der Anwendung von CBD kaum Nebenwirkungen  festgestellt werden. Allerdings reagiert jeder Mensch anders auf die unterschiedlichsten Sachen und kann auch in diesem Fall mehr oder weniger sensibel für den Wirkstoff sein.

Bekannt sind die folgenden möglichen Nebenwirkungen von CBD:

  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Veränderung des Appetits 
  • Eine Studie ergab, dass die Einnahme von CBD-reichen Cannabisextrakten bei Mäusen zu Lebertoxizität / Hepatotoxizität  führen kann. Einige der Mäuse in dieser Studie erhielten jedoch unüblich hohe CBD-Dosen.

Aufgrund derzeit noch unzureichender Forschung ist nicht auszuschließen, dass CBD langfristig auftretende Begleiterscheinungen haben kann. Bisher konnten Experten allerdings keine größeren langfristigen Risiken identifizieren. Auch die Weltgesundheitsorganisation kam nach einer Überprüfung zu dem Schluss, dass CBD im Allgemeinen sicher ist. 

Sie stellten allerdings fest, dass Nebenwirkungen durch Wechselwirkungen zwischen CBD und Medikamenten verursacht werden können. Um  diesem Risiko von Nebenwirkungen vorzubeugen, sollten Sie daher mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie CBD ausprobieren.

Dies empfiehlt sich Grundsätzlich immer, wenn Sie rezeptfreie Medikamente, oder Nahrungsergänzungsmittel zusammen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten einnehmen (insbesondere solche, die mit einer „Grapefruit-Warnung“ versehen sind). Sowohl CBD als auch Grapefruit wirken auf die Cytochrome P450 (CYPs), eine Familie von Enzymen, die für den Arzneimittel Stoffwechsel wichtig sind.

Wie benutze ich CBD?

CBD haltige Hanfprodukte gibt es in einer Reihe von Varianten:

Zur oralen Einnahme

CBD Öl bei Depressionen und Angstzuständen

Diese umfasst Tinkturen, Kapseln, Sprays und Öle. Diese Mischungen können pur eingenommen werden oder unter Getränke wie Smoothies, Kaffee etc. gemischt werden. Des weiteren gibt es natürlich auch Hanftee. Auch essbare Formate wie CBD-angereicherte Gummibärchen sind mittlerweile weit verbreitet.

Vaping

Das Verdampfen von CBD-Öl ist eine Möglichkeit, um die Verbindungen schnell aufzunehmen. Es herrscht jedoch Uneinigkeit über die langfristige Sicherheit dieser Methode. Darüber hinaus kann es auch zu Husten und Reizungen im Rachenbereich führen.

Lokale / oberflächliche Anwendung

Mit CBD angereicherte Schönheitsprodukte wie Cremes und Seifen sind derzeit ein großes Geschäft. Diese Art der Anwendung ist wahrscheinlich am besten für Schmerzen und zur Pflege geeignet und dienen nicht dem Zwecke der psychischen Gesundheit.

Fazit: Zukunftsträchtig! –  auf jeden Fall einen Versuch wert

CBD erfreut sich zunehmender Beliebtheit als Heilmittel gegen eine Reihe psychischer und physischer gesundheitlicher Probleme oder Beschwerden einschließlich Depressionen und Angstzuständen. Sei es, dass man natürliche Heilmittel bevorzugt, oder mit der Wirkung oder auch Nebenwirkung seiner Medikamente nicht zufrieden ist – CBD stellt eine vielversprechende zusätzliche oder auch alternative Heilmethode dar. Während Studien belegen, dass dieser Wirkstoff im Allgemeinen keine Risiken aufweist, können in Verbindung mit Medikamenten allerdings Wechselwirkungen auftreten, weshalb es ratsam ist Medikamente und andere Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen, zu überprüfen, oder bestenfalls ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie mit der Anwendung von CBD beginnen. Dies sollten sie erst recht befolgen, wenn sie planen, Medikamente, die ihnen verschreiben wurden, gänzlich abzusetzen.

Ist CBD legal? Aus Käufer- und Konsumentensicht ist die Lage in Österreich ziemlich klar: CBD fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz. Kauf, Besitz und Konsum sind demnach völlig legal. Oder auch anders gesagt: Was du nach dem Kauf mit deinen CBD-Produkten machst, bleibt dir überlassen. Wichtig ist allein, dass der Grenzwert für THC nicht überschritten wird: THC ist der berauschende Wirkstoff im Cannabis und gilt sehr wohl als Suchtmittel. Von Hanf stammende CBD-Produkte (mit weniger als 0,3 Prozent THC)  sind zulässig. Überprüfen Sie grundsätzlich die Gesetze Ihres Staates und die aller Orte, die sie während der Einnahme oder unter Mitführen von CBD Produkten bereisen.

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